Der Fehler „Die Datei ist zu groß für das Zieldateisystem“ erscheint häufig beim Kopieren großer Dateien auf USB-Sticks oder externe Festplatten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die Ursachen und mehrere Möglichkeiten zur Behebung des Problems.

Fehler: Die Datei ist zu groß für das Zieldateisystem

Der Fehler „Die Datei ist zu groß für das Zieldateisystem“ tritt häufig auf, wenn Nutzer große Dateien auf einen USB-Stick, eine SD-Karte oder eine externe Festplatte kopieren möchten. In vielen Windows-Foren finden sich ähnliche Fragen:

„Ich wollte eine 4,59-GB-Datei auf einen 8-GB-USB-Stick kopieren, aber Windows meldet: Datei zu groß.“
„Meine externe Festplatte hat noch 278 GB frei – warum kann ich ein 4,3-GB-Video trotzdem nicht speichern?“
Die Datei ist zu groß für das Zieldateisystem

Solche Probleme hängen meistens nicht mit dem freien Speicherplatz zusammen, sondern mit dem verwendeten Dateisystem. Viele USB-Sticks oder SD-Karten sind standardmäßig mit FAT32 formatiert, das nur Dateien bis maximal 4 GB unterstützt.

So beheben Sie den Fehler „Die Datei ist zu groß für das Zieldateisystem“

Wenn eine Datei größer als 4 GB ist und der Datenträger mit FAT32 formatiert wurde, tritt dieser Fehler aufgrund der Dateisystem-Beschränkung auf.

Die Lösung besteht darin, das Dateisystem auf exFAT oder NTFS umzustellen.

Bevor Sie in die einzelnen Schritte gehen, hier ein Überblick über mögliche Lösungen:

  • Schnell und einfach mit MiniTool Partition Wizard (empfohlen)
  • Direkt über den Windows Explorer
  • Über die Datenträgerverwaltung
  • Per CMD für fortgeschrittene Nutzer

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die einzelnen Methoden im Detail.

Hinweis:
Bevor Sie das Formatieren durchführen, stellen Sie sicher, dass Sie schon eine Sicherung des USB-Sticks gemacht haben, weil das Formatieren zum Datenverlust führt.

Methode 1: Datenträger einfach auf exFAT formatieren (empfohlen)

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Schritt 1: Öffnen Sie MiniTool Partition Wizard und wählen Sie den USB-Stick aus.

Schritt 2: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk und wählen Sie „Formatieren“.

Schritt 3: Wählen Sie im Dateisystem exFAT aus und bestätigen Sie mit „Übernehmen“.

USB-Stick in MiniTool Partition Wizard mit ausgewähltem exFAT-Dateisystem.

Damit wird der USB-Stick in wenigen Schritten korrekt formatiert und der Fehler dauerhaft behoben.

Erweiterte Funktionen der Software

Neben der einfachen Formatierung bietet MiniTool Partition Wizard auch erweiterte Möglichkeiten zur Datenträgerverwaltung:

  • Erstellung und Verwaltung von Partitionen auf USB-Sticks und Festplatten
  • Verlustfreie Konvertierung von FAT32 zu NTFS (ideal für interne Festplatten und große Speichermedien)
  • Wiederherstellung verlorener oder gelöschter Daten auf Speichermedien
  • Flexible Anpassung der Datenträgerstruktur bei Bedarf

Damit eignet sich die Software nicht nur zur Behebung dieses Fehlers, sondern auch für die erweiterte Verwaltung und Wiederherstellung von Speichermedien.

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Methode 2: Direkt über den Windows Explorer

  1. Öffnen Sie den Windows Explorer mit Windows + E.
  2. Wählen Sie Ihren USB-Stick unter „Geräte und Laufwerke“ aus.
  3. Rechtsklicken Sie darauf und wählen Sie „Formatieren“.
  4. Wählen Sie im Dateisystem exFAT.
  5. Klicken Sie auf „Starten“.
USB-Stick im Datei Explorer mit ausgewähltem exFAT-Dateisystem.

Methode 3: Über die Datenträgerverwaltung

  1. Geben Sie im Startmenü „Datenträgerverwaltung“ ein und öffnen Sie das Suchergebnis. Alternativ: Drücken Sie Windows + X und wählen Sie „Datenträgerverwaltung“.
  2. Wählen Sie den USB-Stick in der Laufwerksübersicht aus.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Formatieren“.
  4. Wählen Sie als Dateisystem exFAT aus.
  5. Bestätigen Sie mit „OK“.
Tipp:
Wenn mehrere USB-Geräte angeschlossen sind, können Sie das richtige Laufwerk anhand der Kapazität identifizieren.
USB-Stick in der Datenträgerverwaltung mit ausgewähltem exFAT-Dateisystem.

Methode 4: Per CMD für fortgeschrittene Nutzer

Achtung: Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen Datenträger auswählen, da falsche Eingaben zu Datenverlust führen können.

  1. Drücken Sie Windows + R, geben Sie cmd ein und öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
  2. Geben Sie diskpart ein und bestätigen Sie mit Enter.
  3. Führen Sie anschließend folgende Befehle der Reihe nach aus:
  • list disk
  • select disk X
  • list partition
  • select partition X
  • format fs=exfat quick

Danach geben Sie exit ein, um Diskpart zu schließen.

USB-Stick über CMD (diskpart) auf exFAT formatiert.

Damit sind alle 4 Methoden vorgestellt, mit denen Sie den USB-Stick auf exFAT formatieren und die 4-GB-Beschränkung von FAT32 umgehen können.

Für eine einfachere und flexiblere Datenträgerverwaltung eignet sich MiniTool Partition Wizard besonders gut, da die Software eine übersichtliche Oberfläche sowie viele zusätzliche Funktionen bietet.

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FAT32 vs. exFAT vs. NTFS

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen FAT32, exFAT und NTFS.

DateisystemVorteileNachteileGeeignet für
FAT32Hohe Kompatibilität  Max. 4 GB pro DateiKleine USB-Sticks, ältere Geräte
exFATKeine 4-GB-Beschränkung, ideal für USB-SticksWeniger Funktionen als NTFSUSB-Sticks, SD-Karten, externe Speicher
NTFSHohe Sicherheit, Stabilität und große DateienNicht optimal für Flash-SpeicherInterne/externe Festplatten unter Windows

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Welche Option sollten Sie wählen?

  • Für USB-Sticks und SD-Karten eignet sich exFAT in den meisten Fällen am besten.
  • Für interne oder externe Festplatten unter Windows kann NTFS die bessere Wahl sein.
  • FAT32 eignet sich nur für kleinere Dateien und ältere Geräte mit hoher Kompatibilität.
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Alternative: Externe Festplatte ohne Formatierung in NTFS konvertieren

Wenn Sie große Dateien auf eine externe Festplatte übertragen möchten, kann NTFS eine bessere Wahl sein.

Im Gegensatz zu exFAT eignet sich NTFS besonders gut für interne und externe Festplatten unter Windows.

Falls Sie den Datenträger nicht neu formatieren möchten, können Sie FAT32 auch direkt in NTFS konvertieren.

Methode 1: Mit MiniTool Partition Wizard (empfohlen)

MiniTool Partition Wizard ermöglicht eine übersichtliche und einfache Konvertierung von FAT32 zu NTFS, ohne den Datenträger neu zu formatieren.

  1. Wählen Sie die gewünschte Partition aus.
  2. Rechtsklick und dann „FAT zu NTFS konvertieren“.
  3. Klicken Sie auf „Starten“.
FAT32 in NTFS mit MiniTool Partition Wizard konvertieren.

Diese Methode eignet sich besonders für Nutzer, die große Dateien übertragen möchten, ohne komplizierte CMD-Befehle auszuführen.

Methode 2: Mit CMD (für fortgeschrittene Nutzer)

Diese Methode erfordert die Eingabe von Befehlen in der Eingabeaufforderung. Falsche Eingaben können zu Problemen bei der Datenträgerverwaltung führen.

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Startmenü und öffnen Sie Windows Terminal (Administrator) oder die Eingabeaufforderung als Administrator.
  2. Geben Sie folgenden Befehl ein:  convert X: /fs:ntfs

Ersetzen Sie „X“ durch den Laufwerksbuchstaben der externen Festplatte.

Externe Festplatte über CMD in NTFS konvertieren.
Hinweis:
Bei einigen Laufwerken fordert Windows Sie auf, die aktuelle Volumebezeichnung einzugeben. Diese finden Sie im Windows Explorer neben dem Laufwerksnamen.

Fazit

Der Fehler „Datei zu groß für das Zieldateisystem“ tritt in den meisten Fällen aufgrund der 4-GB-Beschränkung von FAT32 auf. Durch die Umstellung auf exFAT oder NTFS können Sie große Dateien problemlos auf USB-Sticks oder externe Festplatten übertragen.

Für USB-Sticks eignet sich exFAT in der Regel besser, während NTFS häufig für interne oder externe Festplatten verwendet wird.

Falls Sie Fragen oder weitere Vorschläge haben, können Sie gerne einen Kommentar hinterlassen oder uns über [email protected] kontaktieren.

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