Ein ntoskrnl.exe BSOD unter Windows 11 oder Windows 10 kann beispielsweise mit dem Stopcode IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL auftreten. Häufig wird auf dem Bluescreen außerdem ntoskrnl.exe unter „What failed“ angezeigt. Die Ursache liegt jedoch nicht unbedingt in dieser Datei selbst. Oft sind fehlerhafte Treiber, beschädigte Systemdateien, RAM-Probleme, Windows-Updates oder andere Hardware- und Softwarefehler verantwortlich. In diesem MiniTool

-Leitfaden erfahren Sie, wie Sie den Bluescreen-Fehler beheben können.

Effektive Lösungen für den ntoskrnl.exe BSOD unter Windows 11/10

Wenn Windows noch bis zum Desktop startet, können Sie die folgenden Lösungen direkt ausprobieren. Wenn der PC aufgrund des Bluescreens nicht normal startet, wechseln Sie zunächst in den abgesicherten Modus oder verwenden Sie die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE).

LösungGeeignet, wenn …
SFC und DISM ausführenWindows-Systemdateien beschädigt sind
Treiber aktualisieren oder zurücksetzender BSOD nach einem Treiber-Update oder bei Hardwareproblemen auftritt
CHKDSK ausführenDateisystem- oder Laufwerksfehler vermutet werden
Systemwiederherstellungder Fehler nach einer kürzlich vorgenommenen Änderung auftrat
Malware-Scan durchführeneine Infektion mit Schadsoftware möglich ist
BIOS/UEFI aktualisierenKompatibilitäts- oder Firmwareprobleme vermutet werden
Übertaktung deaktivierenCPU, GPU oder RAM übertaktet wurde
Windows-Update installieren oder deinstallierender BSOD mit einem Windows-Update zusammenhängt
RAM testenSpeicherfehler oder zufällige Abstürze auftreten

Effektive Lösungen für den ntoskrnl.exe BSOD unter Windows 11/10

Wenn der Computer nicht korrekt bis zum Desktop startet, starten Sie ihn zunächst im abgesicherten Modus. Danach können Sie verschiedene Methoden ausprobieren, um den Bluescreen-Fehler ntoskrnl.exe zu beheben. Zum Beispiel können Sie beschädigte Systemdateien reparieren, Treiber aktualisieren, CHKDSK ausführen oder eine Systemwiederherstellung durchführen.

#1. Beschädigte Systemdateien reparieren

Der ntoskrnl.exe BSOD kann durch beschädigte oder fehlende Systemdateien verursacht werden. Um dies zu überprüfen, sollten Sie eine Reparatur ausführen.

SFC, kurz für System File Checker, kann die Integrität geschützter Windows-Systemdateien überprüfen und beschädigte Versionen durch eine zwischengespeicherte Kopie ersetzen.

So führen Sie den SFC-Scan aus:

Schritt 1. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung mit Admin-Rechten, indem Sie cmd in die Suche eingeben und auf Als Administrator ausführen klicken.

Schritt 2. Geben Sie sfc /scannow ein und drücken Sie die Eingabetaste, um den Scan zu starten.

Markierung des Befehls sfc /scannow im CMD-Fenster.

Schritt 3. Starten Sie anschließend den Computer neu, damit die Änderungen wirksam werden.

Tipp:
Manchmal kann SFC beschädigte Dateien nicht vollständig reparieren. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, einen DISM-Scan auszuführen. DISM überprüft das Windows-Image auf Beschädigungen und repariert defekte Systemkomponenten. Um dies zu tun, führen Sie den Befehl DISM.exe /Online /Cleanup-image /Restorehealth in der Eingabeaufforderung aus.
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#2. CHKDSK ausführen

Aufgrund der Festplatte kann ntoskrnl.exe einen Bluescreen verursachen. Überprüfen Sie daher die Festplatte auf Fehler.

Folgen Sie diesen Schritten, um den CHKDSK-Scan zu starten:

Schritt 1. Führen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator aus.

Schritt 2. Geben Sie chkdsk /f /r in das Befehlsfenster ein und drücken Sie die Eingabetaste. Dadurch wird das Laufwerk C überprüft.

  • /f: überprüft das Dateisystem auf logische Fehler und behebt diese.
  • /r: sucht nach fehlerhaften Sektoren, repariert Dateisystemfehler und stellt lesbare Daten wieder her.

Schritt 3. Geben Sie J ein und drücken Sie die Eingabetaste, um die Überprüfung beim nächsten Systemstart zu bestätigen.

Schritt 4. Starten Sie Windows 11/10 neu, und das System beginnt anschließend mit der Überprüfung.

#3. Treiber aktualisieren

Das Aktualisieren von Treibern ist eine effektive Methode zur Behebung vieler Probleme, einschließlich IRQL NOT LESS OR EQUAL ntoskrnl.exe. Probieren Sie diese Methode sofort aus:

Schritt 1. Drücken Sie Win + R, geben Sie devmgmt.msc ein und klicken Sie auf OK, um den Geräte-Manager zu öffnen.

Schritt 2. Suchen Sie nach Geräten mit einem gelben Ausrufezeichen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Treiber aktualisieren.

Schritt 3. Daraufhin erscheint ein Fenster. Klicken Sie dort auf Automatisch nach Treibern suchen, sodass Windows automatisch nach einem passenden Treiber sucht und diesen installiert.

Auswahl der Option Automatisch nach Treibern suchen.

Wenn Windows meldet, dass der Treiber bereits installiert ist, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Besuchen Sie die Website des Treiberherstellers.
  2. Suchen Sie nach dem neuesten Treiber und laden Sie ihn herunter. Sie sollten sicherstellen, dass der Treiber mit Ihrer Windows-Version kompatibel ist.
  3. Führen Sie die heruntergeladene Datei aus, um den Treiber manuell zu installieren.

Nach der Aktualisierung starten Sie das System neu und prüfen Sie, ob der ntoskrnl.exe BSOD weiterhin unter Windows 11/10 auftritt.

#4. Systemwiederherstellung durchführen

Die Systemwiederherstellung kann Ihr System auf einen früheren Zeitpunkt zurücksetzen, an dem kein Fehler bestand.

Im Falle eines ntoskrnl.exe BSOD können Sie zur Fehlerbehebung eine Systemwiederherstellung durchführen.

Schritt 1. Drücken Sie Win + R, um das Dialogfeld Ausführen zu öffnen.

Schritt 2. Geben Sie rstrui.exe ein und drücken Sie die Eingabetaste, um das Fenster Systemwiederherstellung zu öffnen.

Schritt 3. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.

Markierung der Schaltfläche Weiter im Fenster Systemwiederherstellung.

Schritt 4. Anschließend wählen Sie einen geeigneten Wiederherstellungspunkt aus – idealerweise einen Zeitpunkt, an dem der Computer stabil funktionierte.

Schritt 5. Klicken Sie auf Fertig stellen > Ja, um den Vorgang zu starten.

Tipp:
Unterbrechen Sie die Systemwiederherstellung nicht, sobald sie begonnen hat. Andernfalls könnten schwerwiegende Systemprobleme auftreten.

Danach sollte Ihr Windows 11/10 möglicherweise ohne Bluescreen-Fehler starten.

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#5. Auf Viren und Malware prüfen

Viren und Malware können ebenfalls zum ntoskrnl.exe BSOD führen. Daher ist es ratsam, einen vollständigen Scan durchzuführen.

Da die Windows-Sicherheit im abgesicherten Modus nicht immer funktioniert, können Sie ein Drittanbieter-Tool wie Malwarebytes verwenden.

  1. Öffnen Sie im abgesicherten Modus Edge, besuchen Sie die Website von Malwarebytes und laden Sie das Programm herunter. Installieren Sie es anschließend.
  2. Starten Sie das Programm und führen Sie einen vollständigen Scan durch. Der Vorgang kann mehrere Minuten dauern.
  3. Entfernen Sie nach dem Scan alle erkannten Bedrohungen.
Tipp:
Wenn Sie normal auf den Desktop zugreifen können, führen Sie einen Scan mit der Windows-Sicherheit durch: Öffnen Sie die Windows-Sicherheit über das Suchfeld, gehen Sie zu Viren- & Bedrohungsschutz > Scanoptionen, aktivieren Sie die Option Vollständige Überprüfung oder Überprüfung mit Microsoft Defender Offline, klicken Sie auf Jetzt überprüfen.

#6. BIOS aktualisieren

Es wird empfohlen, die neueste BIOS-Version für Ihr Mainboard herunterzuladen und zu installieren. Dadurch können mögliche Hardware-Kompatibilitätsprobleme behoben werden, die zum ntoskrnl.exe BSOD führen.

Hier ist die Anleitung:

Schritt 1. Besuchen Sie die Website des Herstellers Ihres Mainboards.

Schritt 2. Laden Sie die aktuelle BIOS-Datei herunter und speichern Sie sie auf einem USB-Laufwerk.

Schritt 3. Rufen Sie das BIOS-Menü auf und verwenden Sie das integrierte Flash-Tool, um die neue BIOS-Version zu installieren.

Ein Screenshot zum BIOS-Update auf einem ASUS-PC.

Lesen Sie auch: Wie man das BIOS mit USB aktualisiert – Detaillierte Schritte.

#7. Übertaktung deaktivieren

Beim Übertakten werden CPU, GPU oder RAM mit einer höheren Taktfrequenz als den werkseitigen Einstellungen ausgeführt, um die Leistung zu erhöhen. Allerdings kann dies Systeminstabilität und Bluescreen-Fehler verursachen.

Wenn Ihr System übertaktet wurde, setzen Sie die Einstellungen über die verwendete Software oder direkt im BIOS auf die Standardwerte zurück.

Gehen Sie entsprechend Ihrer Situation vor. Weitere Informationen können Sie in Google finden. Um die CPU-Übertaktung zu deaktivieren, können Sie sich auf diesen Artikel beziehen: Zwei schnelle Methoden zum Deaktivieren der CPU-Übertaktung.

#8. Windows-Updates installieren oder deinstallieren

In einigen Fällen lässt sich der ntoskrnl.exe BSOD durch die Installation verfügbarer Windows-Updates beheben. Diese Updates bringen häufig neue Funktionen, Sicherheitspatches und Fehlerbehebungen mit sich. Probieren Sie diese Methode aus, wenn Sie Ihr System längere Zeit nicht aktualisiert haben.

Tipp:
Im abgesicherten Modus können Sie Windows 11/10 nicht aktualisieren. Diese Methode funktioniert nur, wenn der Desktop trotz ntoskrnl.exe BSOD noch erreichbar ist.
  1. Öffnen Sie die Einstellungen, indem Sie Win + I drücken.
  2. Navigieren Sie zu Update & Sicherheit > Windows Update und klicken Sie auf Nach Updates suchen.
  3. Wenn es verfügbare Updates gibt, klicken Sie einfach auf Herunterladen und installieren.
  4. Starten Sie das System neu, um die Installation abzuschließen.

Manchmal tritt der ntoskrnl.exe BSOD nach einem Windows-Update auf. In diesem Fall sollten Sie das problematische Update deinstallieren.

Schritt 1. Starten Sie Windows 11/10 in WinRE, indem Sie ein Installationsmedium verwenden.

Schritt 2. Gehen Sie zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Updates deinstallieren.

Markierung der Option Updates deinstallieren im Fenster Erweiterte Optionen.

Schritt 3. Folgen Sie den Anweisungen, um das neueste Qualitäts- oder Funktionsupdate zu entfernen.

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#9. RAM auf Fehler prüfen

Ein defekter RAM-Riegel kann ebenfalls einen ntoskrnl.exe BSOD unter Windows 11/10 verursachen. Wenn die oben genannten Methoden nicht helfen, prüfen Sie den RAM auf Fehler.

Für eine einfache RAM-Prüfung können Sie das integrierte Tool Windows-Speicherdiagnose verwenden.

Wenn Sie eine tiefere RAM-Analyse starten möchten, empfehlen wir die Verwendung von MemTest86+.

Microsoft empfiehlt, diese Freeware mindestens acht Durchläufe auszuführen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Da es außerhalb des Betriebssystems läuft, müssen Sie zunächst einen bootfähigen USB-Stick mit MemTest86+ erstellen. Anschließend können Sie eine gründliche Prüfung auf physische RAM-Fehler durchführen.

Wenn diese Software Fehler erkennt, müssen Sie feststellen, ob der RAM selbst oder die DIMM-Steckplätze defekt sind.

Was tun, wenn Windows wegen des ntoskrnl.exe BSOD nicht startet?

Wenn der Computer immer wieder mit einem Bluescreen abstürzt und Windows nicht bis zum Desktop startet, sollten Sie zunächst versuchen, die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) zu öffnen.

Dort stehen unter anderem folgende Optionen zur Verfügung:

  • Starthilfe – versucht, Startprobleme automatisch zu reparieren.
  • Starteinstellungen – ermöglicht den Start im abgesicherten Modus.
  • Systemwiederherstellung – setzt Windows auf einen früheren Wiederherstellungspunkt zurück.
  • Updates deinstallieren – entfernt ein kürzlich installiertes Windows-Update.
  • Eingabeaufforderung – ermöglicht die Ausführung von Reparaturbefehlen.

Wenn der Bluescreen auch im abgesicherten Modus auftritt, deutet dies eher auf ein grundlegenderes Problem mit Hardware, Systemdateien oder grundlegenden Treibern hin.

Daten vor der Fehlerbehebung sichern

Bevor Sie umfangreiche Reparaturen durchführen, sollten Sie wichtige persönliche Dateien sichern. Dies ist besonders wichtig, wenn zusätzlich Anzeichen für ein Laufwerks- oder Hardwareproblem bestehen.

Mit MiniTool ShadowMaker können Sie Dateien, Ordner, Partitionen, Festplatten oder das gesamte System sichern.

Wenn Windows nicht mehr startet, können Sie auf einem funktionierenden Computer ein bootfähiges Medium erstellen und anschließend die Daten aus der Wiederherstellungsumgebung sichern.

So sichern Sie Dateien mit MiniTool ShadowMaker

Schritt 1: Erstellen Sie ein bootfähiges USB-Laufwerk auf einem funktionierenden PC.

1. Laden Sie MiniTool ShadowMaker herunter, installieren Sie das Programm und starten Sie es.

MiniTool ShadowMaker TrialKlicken zum Download100%Sauber & Sicher

2. Registrieren Sie das Programm. Navigieren Sie danach zu Tools und klicken Sie auf Media Builder.

Auswahl der Funktion Media Builder in MiniTool ShadowMaker.

3. Erstellen Sie gemäß den Bildschirmanweisungen ein bootfähiges USB-Laufwerk.

Schritt 2: Starten Sie die MiniTool-Wiederherstellungsumgebung.

1. Stecken Sie das USB-Laufwerk in den Computer, der nicht starten kann.

2. Drücken Sie F2, Entf oder Esc, um das BIOS-Menü zu öffnen, und starten Sie den PC vom USB-Laufwerk.

3. In der MiniTool-Wiederherstellungsumgebung öffnet sich MiniTool ShadowMaker Bootfähig automatisch.

Schritt 3: Erstellen Sie eine Dateisicherung.

1. Auf der Seite Sichern wählen Sie QUELLE > Ordner und Dateien und markieren Sie die zu sichernden Elemente. Klicken Sie auf OK, um fortzufahren.

Hervorhebung von Ordner und Dateien in MiniTool ShadowMaker Bootfähig.

2. Wählen Sie einen Speicherort für die Sicherung aus, indem Sie auf ZIEL klicken.

3. Klicken Sie nun auf Jetzt sichern, um den Vorgang zu starten.

Nach Abschluss sollten Sie beginnen, den ntoskrnl.exe BSOD mit den folgenden Methoden zu beheben.

Warum tritt der ntoskrnl.exe BSOD auf?

Der Dateiname ntoskrnl.exe bedeutet nicht automatisch, dass die Datei selbst beschädigt ist. ntoskrnl.exe gehört zum Windows-Kernel und übernimmt zahlreiche grundlegende Aufgaben. Wird eine kritische Kernel-Funktion durch einen Treiber, fehlerhaften Arbeitsspeicher, beschädigte Systemkomponenten oder andere Probleme beeinträchtigt, kann Windows einen Bluescreen auslösen und dabei ntoskrnl.exe anzeigen.

Häufige Ursachen sind:

Mögliche UrsacheTypische Hinweise
Fehlerhafte TreiberBSOD nach Treiberinstallation oder Hardwareänderung
RAM-Problemezufällige Abstürze, unterschiedliche Stopcodes
Beschädigte SystemdateienWindows-Fehler und mehrere Systemprobleme
Laufwerksfehlerlangsames System, Dateifehler oder Abstürze
Windows-UpdateProblem beginnt unmittelbar nach einem Update
ÜbertaktungAbstürze unter hoher Last
Malwareungewöhnliche Systemaktivität oder weitere Sicherheitsprobleme
BIOS-/HardwareproblemeAbstürze nach Hardwareänderungen oder bei hoher Belastung

Was ist ntoskrnl.exe?

Ntoskrnl.exe steht für den Windows-NT-Kernel und ist eine zentrale ausführbare Systemdatei von Windows. Sie befindet sich normalerweise im Ordner C:\Windows\System32.

Vollständige Fehlermeldung beim ntoskrnl.exe BSOD-Fehler.

Der Windows-Kernel übernimmt unter anderem Aufgaben im Zusammenhang mit:

  • Speicherverwaltung
  • Prozess- und Threadverwaltung
  • Hardwareabstraktion
  • Systemressourcen
  • grundlegenden Betriebssystemfunktionen

Die Datei ist daher für Windows essenziell. Sie sollte nicht manuell gelöscht, verschoben oder durch eine Datei aus dem Internet ersetzt werden.

Wird ntoskrnl.exe auf einem Bluescreen als „What failed“ angezeigt, bedeutet das außerdem nicht zwangsläufig, dass genau diese Datei die Ursache des Absturzes ist. Häufig hat ein anderer Treiber oder eine fehlerhafte Hardwarekomponente den Kernel-Absturz ausgelöst.

Was bedeutet IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL?

IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL ist ein Windows-Stopcode. Er tritt auf, wenn Windows feststellt, dass Kernel-Code oder ein Treiber versucht hat, auf eine Speicheradresse auf eine Weise zuzugreifen, die unter den aktuellen Bedingungen nicht zulässig ist.

Zu den möglichen Auslösern gehören insbesondere:

  • fehlerhafte oder inkompatible Treiber
  • Probleme mit dem Arbeitsspeicher
  • beschädigte Systemkomponenten
  • inkompatible Hardware
  • Übertaktung

Wenn gleichzeitig ntoskrnl.exe als betroffene Datei angezeigt wird, sollte deshalb nicht nur die Datei selbst untersucht werden. Eine systematische Prüfung von Treibern, RAM, Windows-Systemdateien und Hardware ist sinnvoller.

Ntoskrnl.exe BSOD unter Windows 11/10 – FAQ

Ist ntoskrnl.exe ein Virus?
Nein. Die originale ntoskrnl.exe ist eine wichtige Windows-Systemdatei. Befindet sie sich im normalen Systemverzeichnis C:\Windows\System32, handelt es sich in der Regel um die legitime Windows-Datei. Trotzdem können sich Schadprogramme unter ähnlichen Dateinamen tarnen. Bei Verdacht sollten Sie die Datei mit Windows-Sicherheit überprüfen.
Warum tritt der ntoskrnl.exe BSOD beim Spielen auf?
Beim Spielen werden CPU, GPU, RAM und andere Komponenten stark belastet. Dadurch können instabile Treiber, Übertaktung, Überhitzung oder fehlerhafter Arbeitsspeicher schneller auffallen. Wenn der Bluescreen hauptsächlich beim Spielen auftritt, sollten Sie daher insbesondere Grafiktreiber, Temperaturen, Übertaktung und RAM überprüfen.
Wie finde ich heraus, welcher Treiber den BSOD verursacht?
Der Name ntoskrnl.exe allein reicht normalerweise nicht aus, um den verantwortlichen Treiber zu bestimmen. Für eine genauere Analyse können Sie die Windows-Absturzabbilder (Minidumps) untersuchen. Tools wie WinDbg können dabei helfen, die Fehleranalyse des Bluescreens auszuwerten.
Kann ein defekter RAM den Fehler IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL verursachen?
Ja. Fehlerhafter oder instabiler Arbeitsspeicher kann unter anderem zu Speicherzugriffsfehlern und Bluescreens führen. Wenn der Fehler wiederholt mit unterschiedlichen Stopcodes auftritt, sollten Sie den RAM mit der Windows-Speicherdiagnose oder einem spezialisierten Speichertest überprüfen.

Schlusswort

Der ntoskrnl.exe BSOD unter Windows 11/10 weist nicht automatisch auf eine beschädigte ntoskrnl.exe hin. Häufig sind fehlerhafte Treiber, RAM-Probleme, beschädigte Windows-Systemdateien, Laufwerksfehler, Windows-Updates oder instabile Hardware die eigentliche Ursache.

Beginnen Sie deshalb mit den weniger invasiven Maßnahmen: SFC und DISM ausführen, Treiber überprüfen, CHKDSK ausführen und den Arbeitsspeicher testen. Wenn der Fehler nach einer bestimmten Änderung aufgetreten ist, können eine Systemwiederherstellung, das Zurücksetzen eines Treibers oder die Deinstallation eines Windows-Updates zielführender sein.

Vor umfangreichen Reparaturen sollten Sie wichtige Daten sichern. Mit MiniTool ShadowMaker können Sie Dateien oder ein vollständiges System-Backup erstellen und Ihre Daten schützen, falls sich hinter dem Bluescreen zusätzlich ein Hardware- oder Laufwerksproblem verbirgt.

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